Kulturmanagerin

Manche fragen mich, was denn eigentlich eine Kulturmanagerin so macht. Ich antworte hier mit einem Schild, welches im Co-Working-Space von Kombinat-Süd in Jena hängt:
“Die westliche Kultumanagerin ist eine Vertreterin der Gattung der Kultur- und Kreativschaffenden. Da sie für die Kultur große Bedeutung hat, ist sie inzwischen weltweit verbreitet. Aufgrund der enormen Arbeitsleistung ist die westliche Kulturmanagerin eine der wichtigsten Nutztiere der Kulturwirtschaft. Kulturmanagerinnen sind sensible Lebewesen, bei denen auf sachgemäße Haltung zu achten ist. In der Natur sterben jährlich etwa 60 Prozent der Kulturmanagerinnen, zumeist an schlechten Gehaltsbedingungen, ungünstiger Nestwahl oder verschiedensten Feinden.

Kulturmanagerinnen, die Marketing und Öffentlichkeitsarbeit betreiben, um das Publikum an Kunst und Kultur heranzulocken, sind im Normalfall nicht angriffslustig. Eine ruhige, ausgeglichene Arbeitsweise und langsames Herumlaufen von Projekt zu Projekt signalisieren „gute“ Laune, eine hochfrequente, „schrille“ Artikulation sowie nervöses Zickzacklaufen deuten auf eine gestresste Kulturmanagerin hin.